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Ein
gutes Bier zu brauen, wusste man schon immer im Ellertal, die Brauerei
Reh kann dabei stolz auf eine über 100 jährige Brautradition
zurückblicken. Begonnen hat es mit einem Flaschenbierhandel und einer
Metzgerei am heutigen Standort. Heute wird bereits in der 4. Generation
in Lohndorf Bier gebraut, jedoch die Wurzeln sind nicht vergessen.
Handwerklich perfekt und sehr Kundennah, so stellt sich Reh-Bier heute
dar und dankt allen Kunden für Ihre Treue und die Liebe zum Reh aus dem
Ellertal.
Nachfolgend eine zeitlich gestaffelte Aufstellung zur Entwicklung der
Brauerei. Die beiden seitlichen Tasten beinhalten Bildimpressionen von
Gestern und Heute.
1900
Josef und Maria Reh, geborene Hölzlein aus Lohndorf, Nr. 23 heiraten.
Der Ehe entsprossen 6 Kinder. Der Vater Josef war Metzger, sein Sohn
Hans, geboren 1904, sollte den Betrieb später weiter führen. Sie haben
mit einer kleinen Metzgerei und einem Flaschenbierhandel von der
Brauerei Modschiedel begonnen.
1901
Bau des ersten kleinen Brauhauses am heutigen Ort der Brauerei. Die
Lagerung des Bieres erfolgte in einem Felsenkeller, nahe dem Waldrand.
Das gute Bergquellwasser wurde schon damals aus der hauseigenen Quelle
bezogen.
Das
Bier wurde noch mit dem Pferdefuhrwerk nach Bamberg gefahren, wo es in
10, 15 & 20 Liter Holzfässern zum Verkauf kam. Diese wurden für den
Hausverbrauch verkauft und erst dort in eigene Flaschen abgefüllt. Das
Flaschenbier im heutigen Sinn war damals noch nicht gebräuchlich.
1918
Sohn Hans begann die Brauerlehre in der Bamberger Brauerei Mohrenpeter,
damit wurde der Grundstein für den Fortbestand der Brauerei gelegt.
1928
Der gute Bierabsatz machte den Neubau des zweiten Brauhauses mit
darunterliegenden Lagerkellern erforderlich.
1929
Fritz Weidner aus Tiefenellern und Andreas Hölzlein aus Lohndorf waren
die ersten angestellten Bierkutscher der Brauerei Reh, mit 2 PS zum
Kunden.
1934
Hans Reh und Katharina Söllner aus Meedensdorf heiraten und übernehmen
den Betrieb. Aus der Ehe wurden zwei Kinder geboren: Olga und Elmar, der
heutige Seniorchef.
1935
Schon immer gab es ein Gasthaus an der Brauerei und es wurde im Haus
geschlachtet, denn Joseph Reh, mit Spitznamen „Sepperla“ genannt, war ja
auch gelernter Metzger. Die Schlachtprodukte wurden zu großen Teilen in
der eigenen Gaststube verarbeitet. Das Gasthaus wurde immer beliebter
und wurde deshalb in diesem Jahr vergrößert und aufgestockt.
1938
Kauf des ersten LKW zum Preis von 6000 Mark, es war ein Borkward, doch
die Freude an ihm sollte nicht lange dauern.
1939
Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges wurden LKW und Firmenchef zum
Kriegsdienst eingezogen und der LKW sogar konfisziert. Wegen
Rohstoffmangel durfte Bier nur noch mit 2-3 % Alc. gebraut werden. In
Polen erhielt der gute Borkward einen Volltreffer, eine Entschädigung
gab es nicht.
1950
In diesem Jahr kauften wir die erste Flaschenwaschmaschine und die erste
Abfüllanlage. Dazu gehörte natürlich auch die Bestellung der ersten
Etiketten. Abgefüllt wurde noch in Bügelflaschen und in Holzkästen wurde
alles verpackt. Aus heutiger Sicht, die perfekte Nostalgie.
1951
Der erste Sud Reh-Bock wird eingebraut. Der Lagerkeller umgebaut und die
erste Kühlmaschine gekauft. Das Wirtschaftswunder hält auch in Lohndorf
Einzug.
1952
Der Bierabsatz stieg und es wurde in diesem Jahr der erste Lehrling H.
Koder aus Bamberg eingestellt. Mittlerweilen gibt es wieder einen neuen
LKW der Marke Opel Blitz, er verrichtete in den 50iger Jahren seine
treuen Dienste, denn ausgeliefert werden musste so einiges. Die Flaschen
in Holzkästen, die Fässer waren aus Holz.
1954
Die Stimmung war gut, es ging aufwärts mit der Bundesrepublik, es wurde
wieder gefeiert und in einem Brauereigasthof erst recht. Also wurde ein
großer Saal für Veranstaltungen und Festivitäten angebaut.
1956
Elmar Reh, der heutige Seniorchef macht seine Brauerlehre bei der Wilden
Rose in Bamberg. Obwohl Bier aus nur wenigen Grundstoffen besteht, das
Handwerk will dennoch gelernt sein. Wo kann man das besser als in der
fränkischen Bierhauptstadt Bamberg?
1966
Es machte sich ein kompletter Neubau der Brauerei notwendig, alles war
veraltet und die Technik des Bierbrauens hatte sich verändert. Ende des
Jahres stand der Rohbau.
Dazu kam eine neue Abfüllanlage der Firma Sümak für 4000 Flaschen pro
Stunde, damit waren wir den neuen Aufgaben gewachsen.
1967
Der Neubau der Brauerei war abgeschlossen. Der Transport zum Kunden
erfolgte nun mit einem LKW der Marke Ford und in dem Brauereigasthof
hatte Olga Reh, die Tochter von Hans Reh, mit ihrem Mann Willi Geiger,
seines Zeichens Förster, alle Hände voll zu tun. Ausgeschenkt wurde
Reh-Bier in Steinmaßkrügen und getrunken wurde viel.
1970
Mit Deutschland ging es bergauf und so erweiterten wir unsere Produkte
in diesem Jahr um Limonaden. Die Hausanlieferung nahm rapide zu und der
Kauf von 3 neuen Mercedes LKW machte sich erforderlich, damals kam
Reh-Bier nicht grün auf der Straße daher, sondern in Weiß.
1972
Der gesteigerte Umsatz machte den Bau einer neuen Halle zur Lagerung der
Produkte erforderlich und zum Beladen und abstellen der LKW´s.
1973
In diesem Jahr übernahm Elmar Reh die Brauerei von seinem Vater Hans, er
hatte das Brauhandwerk von der Picke auf gelernt und trat würdig in die
Fußstapfen seiner Vorgänger.
1978
Der Markt verlangte nach mehr, also wurde eine neue Abfüllanlage der
Firma Krones für 7000 Flaschen pro Stunde angeschafft.
1980
Für die Familie ein trauriges Jahr, es ist das Todesjahr von Hans Reh.
Trotz alledem wurde eine Erweiterung des Lagerkellers unter der Halle
geschaffen, denn das Leben geht weiter.
1987
Das Sudhaus wurde auf Vollautomatik umgestellt.
1990
Anschaffung einer Kasten-Palettierungsanlage.
1994
Umbau des Gärkellers auf flachkonische Tanks.
1995
Die NRW-Flaschen werden eingeführt und die ersten Limoabfüllungen
erfolgen in weiße Flaschen.
1996-2000
Ein neuer Whirlpool, Erneuerung der Schroterei und zusätzliche
Malz-Silos wurden aufgestellt.
Es folgte die Inbetriebnahme der neuen Keg-Abfüllanlage und die
Anschaffung eines Pasteurschrankes für die Haltbarmachung von
Fruchtsäften wird realisiert.
2001
Anja Reh die Tochter von Elmar Reh wird Mitinhaberin der Brauerei, mit
ihrem Mann Michael Heidenreich-Reh stellt sich die Brauerei Reh heute
als moderne mittelständische Brauerei dar, die durch ständige Neuerungen
für die Zukunft bestens gerüstet ist. |